Samtavisi Marani Chinuri 2020

Mamuka Kikvadze (Samtavisi Marani)

18.60 24.80 pre litre

Description


Die Chinuri Rebe ist ausschließlich in Kartli zuhause und hat einen hohen Säure- und Fruchtzuckergehalt. Sie ist die dort am häufigsten angebaute Weißweinsorte, aber nur eine Handvoll Winzer kann letztlich aus Chinuri die notwendige kulinarische Magie zaubern. Chinuri aus einem Qvevri zu machen, der so sanft und weich ist, bedeutet, seine Trauben, das Terroir und die eigenen Fähigkeiten sehr gut zu kennen.

In der Nase öffnen sich feinste Aromen von jungen grünen Walnüssen, frischer Zitrone, grünem Apfel und einem samtigen Hauch von Marzipan. Gekonnt setzt die milde Säure die Fruchtnoten in schillernde Szene, währenddessen der trockene Charakter zu keinem Moment in Frage gestellt wird.

Ohne Hautkontakt wurde der Wein direkt abgepresst, die frische Unbedingtheit umgarmt gekonnt den verblüfften Gaumen.


Grape variety: Chinuri

Wine type: Weißwein

Vintage: 2020

Region: Samtavisi (Kartli)

Origin: Georgien

Wine grower: Mamuka Kikvadze (Samtavisi Marani)

Alcoholic content: 12 %

Allergens: Enthält Sulfite

Importeur: Kovacs-Gokieli und Seitz GbR, Pfalzburger Str. 33, D-10717 Berlin, Deutschland

Bottler: Mamia Kikvadze, Tatishvili street 17, 0179 Tbilisi, Georgia

Mamuka Kikvadze (Samtavisi Marani)


2010 kauften Mamuka Kikvadze und seine Frau Lako Teneishvili ein Stück Land in Samtavisi, zu dem ein 100 Jahre altes Haus und ein kleiner Weinberg mit Chinuri-Trauben gehören. Das Terroir befindet sich auf 650 Metern Höhe und ist überwiegend tonhaltig und kalkhaltig. Es befindet sich in der besonderen Mikrozone Charmants, ein Name, den französische Weinbauern der Region im späten 19. Jahrhundert gaben, als georgische Großgrundbesitzer sie einluden, die besten Gebiete für den Weinanbau auszuwählen. Die Chinuri Rebe ist ausschließlich in Kartli zuhause und die dort am häufigsten angebaute Weißweinsorte. Sie hat einen hohen Säure- und Zuckergehalt und wird oft mit Noten von wilder Minze, Birne und Apfel in Verbindung gebracht. Mamuka Kikvadze wurde 1978 im westgeorgischen Guria geboren, wo er schon in seiner Kindheit seinem Großvater bei der Herstellung von Chkhaveri Wein im Qvevri half. Man sagt, dass Menschen aus Guria eine hartnäckige, fast sture Verbindung zu ihrer Heimat haben können. In Guria Wein anzubauen war indes keine Option mehr für Mamuka, nachdem er schon so viele Jahre als Künstler in Tbilisi gelebt und gearbeitet hatte. Und so ließ er tatsächlich ein gurisches Holzhaus aus seiner alten Heimat ins etwa 250 Kilometer entfernte Samtavisi umsiedeln. „Gurische Qvevris geben einen anderen Geschmack als welche aus Kakheti oder Imereti. Und ich bin ein Winzer aus Guria, also werde ich auch Qvevri aus Guria verwenden", fügt er mit einem verschmitzten Lächeln hinzu. Derzeit ist er dabei, einen weiteren Marani zu bauen und 19 ebenjener in Guria hergestellten Qvevris zu vergraben. Der Anfang war zunächst nicht einfach, Mamuka musste vieles lernen. Sein zweiter Jahrgang 2012 scheiterte wohl auch daran, dass er das Weinmachen zu früh als Geschäft gesehen hatte und handwerkliche Kompromisse einging, die er heute nie wieder machen würde.
Er nahm also intensiven Kontakt mit den erfahrensten Naturwinzern auf, kam so in Kontakt mit Zaza Jakeli und traf schließlich auch auf Soliko Tsaishvili, einer der ersten Begründer der georgischen Naturwein-Bewegung. Diese Begegnung inspirierte Mamuka nachhaltig und es entwickelte sich zwischen den beiden eine Mentor-Scholar Beziehung, in der er sehr viel lernen sollte. "Der Schlüssel zum Weinmachen ist es, sich selbst zu vertrauen und an seinen Wein zu glauben. Guter Wein findet von selbst die Menschen, die ihn lieben werden. Folge deinem Instinkt", sagt Mamuka, kurz nachdem er einen Toast auf den 2015 verschiedenen Soliko ausgesprochen hat. "Mamuka ist ein Maler und ein Sänger", bemerkt seine Frau Lako, die ebenfalls Malerin ist. "Er nähert sich dem Wein auf dieselbe Weise. Es ist eine Kunst." Einige Freunde hatten vorgeschlagen, dass sie ein offizielles biodynamisches Zertifikat bekommen, was zweifellos helfen würde, ihren Wein zu vermarkten, aber das ist ein Weg, den keiner von beiden gehen möchte. Mamuka hat sich indes seinem eigenen Weg verschrieben, der nicht die Konsistenz eines einheitlichen Weinprofils im Auge hat, sondern durch fortwährendes Verbessern immer außergewöhnlichere Jahrgänge kreieren möchte. Die nächsten Ideen und in Umsetzung stehenden Projekte sind beispielsweise ein Chinuri ganz ohne Hautkontakt. Und man kann jetzt schon gespannt sein, wie Mamukas erste Rotweine schmecken werden. Shavkapito und eine selten vorkommende, endemische Rebe namens Buza ranken sich bereits kräftig empor, wir sind gespannt, wann die ersten roten Trauben ihre kulinarische Geschichte erzählen werden.